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Sie ist vor allem als Plattform für meine Kurse gedacht, aber auch zur Information und zum Austausch über Lernen, Biologie und Chemie.
| "Kinder
müssen lernen. Lernen, lernen, lernen. Das ist das lustigste, was man
sich vorstellen kann." Frau Mahlzahn, Augsburger Puppenkiste Lustig, hmm? Aber
falsch. Denn Kinder müssen nicht lernen. Sie wollen lernen! Oder
noch besser: Sie lernen! Woher nun also die Komik des Eingangszitates? Es ist das Bild, das wir vom Lernen haben. Muffiger Linoleumgeruch in einem Klassenzimmer. Ein endloser Monolog des Lehrers. Die Schüler gähnen. Ganz so sieht es zum Glück wohl meistens nicht mehr im Klassenzimmer aus, aber an diese Stimmung denken wir doch wohl meistens, wenn wir das Wort lernen hören. Und ganz so weit hergeholt ist es wohl auch nicht, sonst wäre die Anzahl der Kinder, die gerne in die Schule gehen einfach größer, wäre die Anzahl der frühpensionierten Lehrer geringer und unter Umständen auch (nicht schon wieder) unser Abschneiden bei PISA besser. Warum also nun gelangweilte, störende Schüler, gestresste Lehrer und Frust bei den Hausaufgaben? Solange die Schüler keinerlei Mitspracherecht haben, was wann und wie gelernt wird, ist die Schule (wohl nicht immer, aber tendenziell) in ihrer heutigen Form eine respektlose Einrichtung, welche die Schüler auf eine respektlose Gesellschaft vorbereiten soll. Sie hat im allgemeinen Verständnis nicht den Stellenwert einer wertvollen Dienstleistung von etwas wertvollem, das Freude bereitet, sondern sie ist eine Schuld, welche der Schüler dem Staat zu erbringen hat. Gesetzlich zementiert in unserer Schulpflicht. Woher soll da die eigene Motivation kommen? Unsere Gesellschaft hat in den letzten 50 Jahren einen Wertewandel durchgemacht: Vorbild ist (zum Glück) nicht mehr der disziplinierte Untergebene, der bis zum bitteren Ende seine Pflicht erfüllt. Wir leben in einer "Fun Gesellschaft". "Spaß" wird als leicht erhältliches, käufliches Gut gehandelt, an dem ganze Industriezweige, ja letztendlich größte Teile unserer Gesellschaft verdienen, und für Spaß sind die meisten Menschen zu hohen Anstrengungen bereit.
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In meinen Kursen versuche ich, den Kindern die Wunder von Natur und Technik nahe zu bringen. Aber eines vor allem versuche ich zu vermitteln: den Spaß und die tiefe Befriedigung, selber etwas herauszufinden, Fragen zu stellen und selbst Zusammenhänge herzustellen, die eigenen Grenzen (wer die eigenen Grenzen erfahren darf, muss nicht ständig äussere Grenzen austesten!) und die Grenzen dessen, was die Menschheit weiß und kann zu erkunden, zu experimentieren, zu beobachten, Neues zu schaffen und sich damit selbst auszudrücken. Ich meine, dass dies Werte sind, welche auch auf lange Sicht in unserer heutigen "Fun Gesellschaft", die andererseits auch eine Gesellschaft ist, in der jedes Ding nach seiner "Nützlichkeit" bewertet wird, Bestand haben. Und dies ist meiner Meinung nach auch der Nährboden, auf dem Höchstleistungen gedeihen: Einstein und Galilei haben ihre Erkenntnisse weder für Geld noch für Ehre erworben, sondern aus ihrem Drang nach Erkenntnis und Wahrheit. Über diesen "Spaß" an der zunächst zweckfreien Erkenntnis der Natur einige Worte von Konrad Lorenz:
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