Gorillas bilden eine Art, die drei Unterarten beinhaltet, den westafrikanischen Tieflandgorilla, der den Urwald zwischen Niger und Kongo bewohnt, den östlichen Tieflandgorilla, der vom östlichen Oberlauf des Kongo bis zum südwestlichen Uganda verbreitet ist und den Berggorilla, der im Gebiet der Virunga Vulkane lebt. Auf den Berggorilla werde ich jetzt hier näher eingehen.
Informationen über Berggorillas:
Männliche Berggorillas wiegen normalerweise ca.140-275 kg, weibliche Tiere erreichen aber nur ein Gewicht von ca.60-100 kg. Die Körpergröße der Individuen beträgt zwischen 140-185 cm. Die Kleinen werden ungefähr im Alter von 2-4 Jahren selbständig und die Geschlechtsreife wird mit durchschnittlich 8 Jahren erreicht. Gorillas können in Gefangenschaft bis zu ca. 45 Jahre alt werden, in der freien Natur erreichen sie jedoch nur ein Alter von ungefähr 30 Jahren. Berggorillas besitzen ein schwarzes Fell, hervorstehende Augenbrauen, lange Arme, kurze muskulöse Beine und große Hände und Füße. Sie bewegen sich auf allen Vieren im Knöchelgang fort, wobei das Gewicht des Vorderkörpers auf den Knöchelaußenseiten der Arme ruht.
Wohnraum und Familie:
Berggorillas fertigen jeden Abend an einem anderen Ort ihre Schlafquartiere an. Diese Nester bestehen aus Blättern und werden auf Bäumen oder am Boden gebaut. Die Nester dienen größtenteils als Wetterschutz. Berggorillas leben in Gruppen von ca.12 Tieren. Drei bis sieben davon sind Weibchen mit ihren Kindern, die gewöhnlich von einem starken Männchen angeführt werden, das Silberrücken genannt wird, nach dem typischen silbernen Fell auf seinem Rücken benannt. Er beschützt und verteidigt die Familie und bestimmt ebenfalls den Tagesablauf der gesamten Gemeinschaft. Etwa ab dem 10. Lebensjahr sprießen den erwachsenen männlichen Gorillas die ersten silbernen Haare aus dem Rücken.
Verhalten, Entwickelung etc.:
Die Paarung von Gorillas kann nur sehr selten beobachtet werden. Nach einer Tragzeit von ca. 9 Monaten werden die jungen Gorillas geboren. In den ersten Tagen nach der Geburt sind sie völlig hilflos, auch fehlt ihnen der Klammerreflex, wie bei den meisten Primaten (die höheren Affen). Im Alter von acht Monaten trinken sie schon keine Milch mehr (Entwöhnung), jedoch schlafen immer noch bis zum sechsten Lebensjahr weiterhin bei ihrer Mutter und brauchen deren Zuneigung. Die Berggorillas verbringen ihren Tag zu 40 % mit Ruhen, 30 % mit der Nahrungsaufnahme und zu etwa 30 % streifen sie in ihrem Gebiet umher und nehmen immer wieder Nahrung auf. Berggorillas sind größtenteils Vegetarier und fressen ungefähr 50 verschiedene Pflanzenarten, überwiegend Disteln, Nesseln und wilder Sellerie. In der Regenzeit fressen sie gelegentlich die in den Baumrinden lebenden Maden einiger Insektenarten, sowie Schnecken.
Bedrohung:
Besonders früher, aber auch noch heute, sind Gorillas stark durch Wilderer bedroht. Für abgehackte und präparierte Gorillaschädel und Gorillahände gibt es auch heute noch Käufer. Die größte Gefahr für sie besteht jedoch durch die Rodung der Wälder und Besiedlung ihrer Lebensräume. Sie müssen sich deshalb in immer höher gelegene Gebiete zurückziehen, wo sie oft erkranken und sterben.
Eric Tainton , den 2. Juli 2005