Der Hecht


Lateinischer Name: Esox lucius L.
Weitere Namen: Wasserwolf, Häk, Heekt, Pike (engl.), Brochet (frz.)

Merkmale:

Die durchschnittliche Größe liegt bei 40-80 cm Länge, es ist aber keine Seltenheit, Hechte über 1 Meter Länge zu fangen.
Es wurden schon Exemplare von bis zu 150 cm und einem Gewicht von über 20 kg gefangen.
Beim Hecht ist der Rücken dunkelgrün bis schwärzlich, die Seiten grau grün-gelblich gebändert, oft mit goldgelben Flecken. Er hat einen stark bezahnten Entenschnabelkopf mit weit nach hinten gerichteter Rückenflosse.
Die Laichzeit des Hechts ist von Februar bis April. In dieser Zeit darf er nicht gefangen werden.

Beute:

Zu seiner Beute zählen neben Fischen auch Frösche und sogar Wasservögel.

Größe:

Männchen max. bis 1 m, Weibchen bis max. 1,5 m.


Gewicht:

Bis zu 35 kg.

Körperform:

Der Hecht hat einen lang gestreckten Körper, der seitlich nur wenig abgeflacht ist. Der lange Kopf weist eine flache, entenschnabelförmige Schnauze mit sehr weiter Mundspalte auf. Die Rückenflosse ist weit nach hinten verlagert.

Schuppen:

Der Hecht besitzt 110-130 kleine Schuppen entlang der mehrfach unterbrochenen Seitenlinie.

Färbung:

Die Färbung kann je nach Wohngewässer sehr stark variieren. Der Rücken ist braun- oder grünlich. Die Flanken sind heller und tragen dunkle Querbinden. Der Bauch ist weiß bis gelblich gefärbt. Rücken-, Schwanz- und Afterflosse zeigen unregelmäßige, dunkle Flecken. Einjährige Fische, die an pflanzenreichen Uferstellen leben, sind meist hellgrün (Grashechte).

Lebensraum:

Der Hecht lebt als Standfisch sowohl in der Uferregion von krautreichen, klaren Seen als auch in Flüssen mit geringer Strömungsgeschwindigkeit. Im Ostseeraum geht er auch ins Brackwasser.
Der Hecht bewohnt als Einzelgänger je nach Alter und Gewässergegebenheiten unterschiedlich große Reviere. Mit der Anzahl dieser Reviere ist gleichzeitig die maximale Zahl von Hechten in einem Gewässer festgelegt.

Ernährung:

Der Hecht ist ein optisch orientierter Raubfisch, der sich vorwiegend von Fischen ernährt. Auch die eigenen Artgenossen werden nicht verschont (Kannibalismus!).

Laichzeit:

Im Frühjahr (Februar-Mai) wandern die Hechte zu den Laichplätzen. Die klebrigen Eier (etwa 40.000/kg Körpergewicht; 2,5-3 mm Durchmesser) werden an flachen, pflanzenreichen Uferstellen, in Gräben, Altarmen oder auf überschwemmten Wiesen abgelegt. Die Laichablage erfolgt in mehreren Portionen und kann sich bis zu 4 Wochen erstrecken.

Vorkommen in Europa:

Die Verbreitung des Hechtes erstreckt sich über Nordasien, Europa und Nordamerika. In Europa existiert nur eine Art dieser Fischfamilie (Lucius).

Gefährdung:

Der Hecht ist in seiner ursprünglichen Fließgewässerpopulation (Vermehrung) als gefährdet anzusehen. In den Flussunterläufen ist die natürliche Vermehrung des Hechtes durch wasserbauliche Maßnahmen (hochwasserfreier Ausbau) stark eingeschränkt. Die Laichplätze (Überschwemmungsgebiete) sind verschwunden oder äußerst selten geworden.

Schutz:

Der Hecht hat eine Artenschonzeit vom 15. Februar-30. April und ein Mindestmaß von 50 cm. Spezielle Artenschutzprogramme existieren zurzeit nicht. Allerdings wird das natürliche Hechtaufkommen vom Gewässerauenprogramm geschützt.