Das Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)

Eichhörnchen werden 20-25 cm lang und ihr Schwanz hat eine Länge von 15-20 cm. Bei uns sind die Eichhörnchen fuchsrot, oder manchmal grau und der Bauch ist immer weiß. In Nadelwäldern gibt es auch schwarze Arten. Die Vorderbeine sind kurz, aber dafür die Hinterbeine lang und kräftig. Der Schwanz ist buschig und dient dem Eichhörnchen als Steuerruder. Außerdem ist der Schwanz Schutz gegen Sonne, Regen und Kälte und ist gleichzeitig ein Fallschirm.
Der geschickte Kletterer lebt meistens in Wäldern, Gärten und Parkanlagen. Er wird 10-12 Jahre alt und 200-500 g schwer. Freie Spechthöhlen, Vogelnester, am liebsten von Habicht oder Elster, und Nistkästen werden häufig als Wohnung genommen, oder das Eichhörnchen baut sich sein eigenes Nest in denBäumen, das man Kobel nennt. Der Kobel ist 30-40 cm groß und innen 12-16 cm. Er wird mit Federn, Moos und Bast ausgepolstert
Die Nahrung des kleinen Nagers besteht aus Zapfen, Bucheckern, Eicheln, Nüssen, Knospen, jungen Trieben, Pilzen, Waldfrüchten, Rinde, Insekten und Eiern. Viele Nüsse, Samen u.s.w. werden als Wintervorrat vergraben und dann nicht wiedergefunden, aus denen dann neue Pflanzen wachsen.
Die Hauptfeinde des Eichhörnchens sind Marder, Habicht und andere Greifvögel. Der schnelle Marder jagt seine Beute bis in die Baumspitzen, von wo das Eichhörnchen seinen Schwanz als Fallschirm benutzt und runter schwebt. Der verärgerte Marder muss zu Fuß den Baumstamm runter laufen. Der Schwanz als Steuer hilft dem Eichhörnchen auch Greifvögeln blitzschnell zu entkommen.
Der kleine rotbraune Nager bringt 1-2 mal im Jahr 2-5 Junge zur Welt. Die Kleinen werden nackt, blind und taub geboren. Sie waren 38 Tage im Bauch der Mutter und sind mit ungefähr 8 Wochen selbständig.


Dominik Harrer - 10. Januar 2004